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VisioCast

Wie kann eine Einzelhandelskette digitale Bildschirme als zusätzlichen Marketingkanal nutzen?

Ein Bildschirm im Geschäft beansprucht bereits physischen Raum und die Aufmerksamkeit des Teams, das ihn betreut. Damit er zu einem nützlichen Marketingkanal wird, reicht es nicht, einige beliebige Werbeanzeigen darauf abzuspielen. Erforderlich sind ein geordnetes Bildschirminventar, Kampagnenregeln, ein abgestimmtes Verhältnis zwischen eigenen Inhalten und Lieferanteninhalten, eine standortbezogene Zeitplanung sowie ein Verfahren zum Nachweis, dass der Plan tatsächlich umgesetzt wurde.

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Der Bildschirm am Standort ist ein vom Händler kontrollierter Kanal

Anders als Außenwerbung befindet sich ein digitaler Bildschirm am Standort in einem vom Händler kontrollierten Raum. Die Botschaft kann mit dem Angebot im Regal, einem saisonalen Thema oder einer Information verknüpft werden, die Kunden bei ihrer Entscheidung unterstützt. Dennoch ist nicht jede Position gleich wertvoll: Ein Bildschirm am Eingang, über der Kasse oder in einer bestimmten Abteilung erreicht unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlicher Verweildauer.

Die erste Aufgabe besteht daher nicht in der Gestaltung einer Werbeanzeige, sondern in der Definition der Rolle jeder Position. Ein Bildschirm am Eingang kann die Hauptaktion ankündigen, ein Bildschirm in der Abteilung ein Produkt erläutern und ein Bildschirm an der Kasse an ein kurzfristiges Angebot oder eine Dienstleistung erinnern. Ist die Rolle klar, lassen sich die Länge der Botschaft leichter wählen und die sinnvolle Inhaltsmenge besser einschätzen.

Aktionen für eigene Produkte und Sonderangebote

Eine Kette kann ihre Bildschirme nutzen, um Eigenmarkenprodukte, aktuelle Aktionen, Paketangebote oder Dienstleistungen hervorzuheben, die Kunden häufig übersehen. Der Vorteil des digitalen Formats liegt darin, dass Material für einen exakt festgelegten Zeitraum aktiviert und deaktiviert werden kann, ohne bei jeder kleineren Änderung erneut drucken zu müssen.

Dieser Vorteil gilt nur, wenn die Botschaft auf dem Bildschirm, der Preis im Verkaufssystem und der Bestand am Standort miteinander übereinstimmen. Eine Kampagne sollte nicht an einen Standort gesendet werden, der das betreffende Sortiment nicht führt oder es im geplanten Zeitraum nicht anbieten kann. Die operative Prüfung vor der Veröffentlichung ist ebenso wichtig wie die Gestaltung.

  • Aktionsangebote mit eindeutigem Beginn und Ende
  • Eigenmarkenprodukte oder ausgewählte Kategorien
  • zusätzliche Dienstleistungen, die am jeweiligen Standort verfügbar sind
  • saisonale Botschaften, die auf das verfügbare Sortiment abgestimmt sind

Ein neues Produkt benötigt Kontext, nicht nur ein Foto

Bei der Einführung eines neuen Produkts kann ein Bildschirm die Information schnell im gesamten Netzwerk verbreiten. Eine kurze Botschaft sollte jedoch eine tatsächliche Kundenfrage beantworten: Was ist das Produkt, wo ist es zu finden oder wodurch unterscheidet es sich von der bestehenden Alternative? Eine überladene Gestaltung, die sämtliche Deklarationsangaben vermitteln soll, ist im Vorbeigehen nicht lesbar.

Die Position des Inhalts sollte der Position des Produkts entsprechen. Eine landesweite Veröffentlichung entfaltet nicht ihren vollen Wert, wenn das Produkt nur in einem Teil des Netzwerks verfügbar ist. Wird die Kampagne mit der Gruppe von Standorten verknüpft, die das Produkt tatsächlich führen, wird die Botschaft relevanter und die Zahl der Rückfragen an Mitarbeitende sinkt.

Lieferantenkampagnen benötigen klare Regeln

Ein Lieferant kann fertiges Material für ein Produkt oder eine Kategorie bereitstellen, das der Händler in seinen Zeitplan aufnimmt. Zuvor sollten Format, Dauer, Zeitraum, Standorte, Bildschirmpositionen und die für die Inhaltsfreigabe zuständige Person vereinbart werden. Material für soziale Medien ist nicht automatisch für einen Bildschirm im Geschäft geeignet.

Der Händler sollte die Kontrolle über das Gesamterlebnis behalten. Wenn jeder Lieferant ein langes Video sendet und eine häufige Wiedergabe verlangt, wird die Programmschleife schnell unbrauchbar. Für alle sollten dieselben Regeln gelten: maximale Dauer, technische Abmessungen, Abgabefrist und Verfahren zur Dokumentation der Umsetzung.

Standortsegmentierung sorgt für relevante Inhalte

Nicht jeder Standort ist gleich. Ein größerer Standort kann ein breiteres Sortiment führen, ein touristischer Standort eine andere Kundenstruktur haben und eine einzelne Stadt ein lokales Angebot. Durch Segmentierung kann die Zentrale eine Basiskampagne an das gesamte Netzwerk und zusätzliche Varianten nur an die Standorte senden, für die sie relevant sind.

Gruppen können nach Standortformat, Region, Sortiment, Öffnungszeiten oder Bildschirmposition gebildet werden. Wichtig ist, dass das Kriterium dauerhaft praktikabel bleibt. Eine Gruppe mit dem Namen „besondere Standorte“ wird nicht lange eindeutig sein; eine Gruppe auf Grundlage eines überprüfbaren Merkmals lässt sich leichter aktualisieren und in der nächsten Kampagne wiederverwenden.

Zeitraum und Häufigkeit bestimmen, was Kunden sehen können

Eine Kampagne kann auf ein genaues Datum, eine Tageszeit oder bestimmte Wochentage begrenzt werden. Ein Backwarenangebot ist morgens sinnvoller, ein Fertiggericht kurz vor der Mittagszeit und eine Wochenendaktion an den Tagen, an denen sie tatsächlich gilt. Mithilfe eines Zeitplans lassen sich diese Änderungen im Voraus vorbereiten, statt in jeder Schicht manuell eingreifen zu müssen.

Häufigkeit ist nicht gleichbedeutend mit ständiger Wiederholung. Wenn fünfzehn Werbeanzeigen eine lange Schleife bilden, sieht ein Kunde mit kurzer Verweildauer die zentrale Botschaft möglicherweise nicht. Das Team sollte Prioritäten, die Dauer einzelner Materialien und eine angemessene Gesamtlänge des Zyklus festlegen. Mehr Wiedergaben bedeuten nicht automatisch bessere Kommunikation.

Was bedeutet der Umsetzungsnachweis einer Kampagne?

In einem Standortnetzwerk reicht die Bestätigung, dass eine Datei versendet wurde, nicht aus. Es muss bekannt sein, welchen Bildschirmen sie für welchen Zeitraum zugewiesen wurde und ob das System die geplante Verteilung oder Wiedergabe erfasst hat. Ein solcher Bericht unterstützt das interne Team und kann Bestandteil einer strukturierten Kommunikation mit dem Lieferanten sein.

Die Aussagekraft dieser Daten muss klar begrenzt sein. Ein Wiedergabenachweis zeigt, dass ein Inhalt technisch im Zeitplan enthalten war und – abhängig von den verfügbaren Systemdaten – wiedergegeben wurde. Er sagt für sich genommen nicht aus, wie viele Menschen den Bildschirm gesehen, die Botschaft verstanden oder das Produkt gekauft haben. Solche Schlussfolgerungen erfordern weitere Datenquellen und eine sorgfältig konzipierte Analyse.

  • Name und Version der Kampagne
  • ausgewählte Standorte, Bildschirme und Zeitraum
  • geplante Zeiträume und Häufigkeit
  • verfügbare Statusinformationen zu Verteilung oder Wiedergabe
  • dokumentierte Ausnahmen und technische Unterbrechungen

Möglichkeit zur Vermarktung von Werbeflächen

Ein strukturiertes Bildschirmnetzwerk kann einer Einzelhandelskette die Möglichkeit eröffnen, Lieferanten geplante Kampagnen an ausgewählten Standorten anzubieten. Der Wert einer solchen Fläche entsteht nicht allein durch die Installation von Bildschirmen. Erforderlich sind klare Formate, verfügbare Zeiträume, ein Freigabeprozess, eine konsistente Umsetzung und ein Bericht, der präzise beschreibt, was bereitgestellt wurde.

Das konkrete Geschäftsmodell hängt von Zahl und Art der Standorte, Besucherfrequenz, Lieferantenbeziehungen, Bildschirmpositionen und Marktbedingungen ab. Das System eröffnet die Möglichkeit einer Vermarktung, garantiert jedoch weder Lieferanteninteresse noch Umsatz oder Kapitalrendite. Die Entscheidung sollte auf dem realen Netzwerk und Gesprächen mit Partnern beruhen, nicht auf einer pauschalen Einschätzung.

Der Prozess vom Briefing bis zum Bericht

In der Praxis durchläuft eine Kampagne mehrere Hände. Der Vertrieb vereinbart Ziel und Zeitraum, das Marketing prüft Gestaltung und Botschaft, das operative Team bestätigt die Standorte und die Administration richtet den Zeitplan ein. Nach der Veröffentlichung bilden technische Statusinformationen und etwaige Meldungen der Standorte die Grundlage für die abschließende Prüfung.

Ist der Ablauf definiert, muss eine Änderung keine Folge neuer E-Mails auslösen. Die neue Version des Materials erhält eine Kennzeichnung, die alte wird zurückgezogen und der Zeitplan bleibt mit der Kampagne verknüpft. Für ein größeres Netzwerk lesen Sie den ausführlichen Leitfaden zur Verwaltung von Bildschirmen an 10, 50 oder 100 Standorten.

Wie unterstützt VisioCast diese Arbeitsweise?

VisioCast dient der zentralen Verwaltung von Inhalten, Standorten, Bildschirmen und Zeitplänen. Im Einzelhandel bedeutet dies, dass eine Kampagne als Abfolge klarer Entscheidungen organisiert werden kann, statt eine Datei an einzelne Standorte zu senden und darauf zu vertrauen, dass sie dort manuell gestartet wird.

Vor einem Einführungsgespräch empfiehlt es sich, eine Liste der Bildschirme, ihrer Positionen, typischer eigener Kampagnen und Lieferantenkampagnen sowie des aktuellen Berichtswesens vorzubereiten. Diese Übersicht zeigt, wo das größte administrative Problem liegt und welcher Teil des Prozesses zuerst strukturiert werden sollte.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Bildschirm sämtliche Druckmaterialien ersetzen?

Nicht zwingend. Digitale und gedruckte Materialien haben unterschiedliche Aufgaben, Positionen und Kosten. Ein Bildschirm ist besonders nützlich für Inhalte, die sich ändern, zeitlich geplant oder je nach Standort unterschieden werden, während Druckmaterial für stabile Informationen weiterhin zweckmäßig sein kann.

Wie bestimmen Sie die Häufigkeit einer Kampagne?

Berücksichtigen Sie die Bildschirmposition, die durchschnittliche Verweildauer der Kunden in seiner Nähe, die Zahl weiterer Botschaften und die Bedeutung der Kampagne. Ziel ist eine sichtbare Botschaft, ohne eine überlange und ermüdende Programmschleife zu erzeugen.

Weist ein Wiedergabebericht ein Verkaufsergebnis nach?

Nein. Er kann den Plan und die technische Umsetzung innerhalb der vom System erfassten Daten dokumentieren. Zur Bewertung der Verkaufswirkung müssen weitere relevante Daten einbezogen und Produktverfügbarkeit, Preis, Saison sowie andere Aktivitäten berücksichtigt werden.

Kann eine Kette Lieferantenkampagnen in Rechnung stellen?

Ein strukturiertes Netzwerk kann diese Möglichkeit eröffnen, doch ein tragfähiges Modell hängt von Zahl und Qualität der Standorte, Besucherfrequenz, Lieferanteninteresse und Marktbedingungen ab. Die Plattform garantiert keinen Umsatz; das kommerzielle Modell muss gesondert geprüft und vereinbart werden.

Möchten Sie sehen, wie dies in der Praxis aussieht?

Fordern Sie eine Demo an. Gemeinsam gehen wir Ihren konkreten Prozess, Ihre Aufzeichnungen und die Verantwortlichkeiten durch, die Sie miteinander verknüpfen möchten.